The Whale-Hunting Problem
Written: 4th of November 2005
Title: Das Walfischfang-Problem (The Whale-Hunting Problem)
Inspired by some discussions I had about a question I (unconnected to any content) asked the plenary of my first AIESEC-conference as a Newie, I wrote this poem in a break between two sessions (I guess I wanted to perform it on stage as a humouristic ice-breaker). The question I asked the plenary was: "If you had to choose, would you rather kill the last remaining whale-couple or 1000 people?"
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Das Walfischfang-Problem
Zwei Wale schwimmen ungestört
Durch finsterstes Gewässer
Als hätten sie noch nie gehört
Von Walfischfang-Gemesser
Denn das macht alle Wale blass
Und schließlich auch recht tot
Zudem in solchem großen Maß
Dass sie nun leiden Not
Nun gleiten also ahnungslos
Die beiden süßen Wälchen
als letzte bringen sie viel Moos
Und Essen in die Schälchen
Doch wie der Mensch auch sonst gut weiß
Wie er kann andere plagen
Da wird ihm doch gleich kalt und heiß
Will man ihn danach fragen:
Die beiden Wale sind schon nett,
possierlich anzuschaun
sie sind vielleicht ein wenig fett
kein Grund sie fort zu haun
Drum gehn wir lieber anders ran
Und töten tausend Leute
Die Menschheit ist eh drauf und dran
Zu wachsen in der Meute
„Es ist ein Wahlkampf-Wal-Problem“
So sagen die Parteien
„und überdies und außerdem
Könnt mans uns nicht verzeihen“
„1000 Menschen sind nicht viel
Wir haben doch noch mehr
Drum könnte sein das beste Ziel
Den Wal zu ham im Meer“
Doch schliesslich stehen andre auf
Und machen viel Gezeter
Denn wäre es des Schicksals Lauf
Wär jeder schwarzer Peter
„Wenn soll man töten, irgendwen?
Das wäre doch sehr dumm
Denn keiner würde doch gern sehn
Hauts seine Liebsten um“
Drum wird gezurrt und wird gezerrt
Den Wal an Land, den Mensch ins Meer
Am Ende ist es recht verkehrt
Alle tot und Erde leer
Labels: poems